Pantomime Handzeichen: Die wichtigsten Gesten für jede Runde
Die wichtigsten Pantomime Handzeichen sind schnell gelernt: Kurbeln neben dem Auge heißt Film, aufgeklappte Hände heißen Buch, eine Hand vom Mund weg heißt Lied. Hochgehaltene Finger zeigen die Anzahl der Wörter, Finger auf dem Unterarm die Silben. Zupfen am Ohrläppchen bedeutet klingt wie, und Antippen der Nase heißt: genau richtig geraten.
Warum lohnen sich Handzeichen überhaupt?
Ohne Zeichen beginnt jede Runde mit wildem Rätselraten: Ist das jetzt ein Tier, ein Beruf oder ein Film? Mit drei Sekunden Handzeichen weiß das Team sofort, in welche Richtung es denken muss. Gerade bei Titeln aus mehreren Wörtern sparen die Gesten oft die Hälfte der Zeit. Vereinbart die Zeichen vor dem Spiel, am besten zeigt sie einmal jemand für alle vor. Die allgemeinen Spielregeln findet ihr bei den Pantomime Regeln.
Pantomime Handzeichen für die Kategorie
Am Anfang jedes Zugs steht die Kategorie. Diese Gesten haben sich eingebürgert:
| Kategorie | Handzeichen |
|---|---|
| Film | Eine Hand als Linse vor dem Auge, die andere kurbelt wie an einer alten Kamera |
| Buch | Beide Handflächen aneinanderlegen und wie ein Buch aufklappen |
| Lied | Hand vor den Mund, dann schwungvoll nach außen führen, als würde man singen |
| Fernsehserie | Mit beiden Zeigefingern ein Rechteck in die Luft zeichnen |
| Theaterstück oder Musical | Mit beiden Händen einen Vorhang aufziehen |
| Zitat oder Redewendung | Mit Zeige- und Mittelfingern Gänsefüßchen in die Luft malen |
| Person | Eine kleine Verbeugung oder auf sich selbst zeigen, je nach Hausregel |
Für Personen gibt es kein einheitliches Zeichen. Legt einfach eins fest, bevor es losgeht.
Handzeichen für Wörter und Silben
Hier wird es im Deutschen spannend, denn unsere Sprache liebt lange, zusammengesetzte Wörter. Das ist beim Darstellen ein echter Vorteil.
- Anzahl der Wörter: So viele Finger hochhalten, wie der Titel Wörter hat. Bei „Der König der Löwen” also vier.
- Welches Wort kommt jetzt: Erneut Finger hochhalten. Zwei Finger heißt: Ich spiele jetzt das zweite Wort.
- Anzahl der Silben: Finger auf den Unterarm legen, für „Luftballon” zum Beispiel drei.
- Welche Silbe: Mit Fingern auf dem Unterarm zeigen, welche Silbe gerade dran ist.
- Ganzer Begriff: Mit beiden Armen einen großen Kreis in die Luft malen. Das heißt: Jetzt kommt alles auf einmal.
- Kleines Wort: Daumen und Zeigefinger dicht zusammen, für Wörter wie der, die, das, und, im. Meistens ruft das Team dann einfach alle kleinen Wörter durch, bis das richtige fällt.
Tipp für zusammengesetzte Wörter: Zerlegt sie in ihre Bausteine statt in Silben. Die Bausteine sind meist eigene Wörter, die jeder sofort darstellen kann:
| Begriff | Bausteine | So zeigt ihr es |
|---|---|---|
| Fußballtor | Fuß, Ball, Tor | Auf den Fuß zeigen, Ball kicken, mit den Armen ein Tor formen |
| Pfannkuchen | Pfanne, Kuchen | Pfanne schwenken, dann Kerzen auf einem Kuchen auspusten |
| Schneemann | Schnee, Mann | Fallende Flocken mit den Fingern, dann auf einen Mann zeigen |
| Spielzeugauto | Spielzeug, Auto | Auf dem Boden ein kleines Auto schieben, Brummgesicht ohne Ton |
| Geburtstagstorte | Geburtstag, Torte | Kerzen auspusten, klatschen, dann ein großes Stück abschneiden |
Wichtig: Zeigt vorher mit den Fingern auf dem Unterarm, wie viele Teile kommen. Dann weiß das Team, dass es die Bausteine am Ende zusammensetzen muss.
Handzeichen für Hinweise und Korrekturen
| Geste | Bedeutung |
|---|---|
| Am Ohrläppchen zupfen | Klingt wie: Ich spiele ein Wort, das sich reimt |
| Hände auseinanderziehen wie Kaugummi | Das Wort länger machen, etwa Mehrzahl oder Endung |
| Hände zusammendrücken | Das Wort kürzer machen |
| Mit der Hand heranwinken | Nah dran, weiter so |
| Hände kreisen lassen | Mehr davon, in diese Richtung weiterraten |
| Mit flacher Hand wegwischen | Falsche Spur, vergesst das |
| Arme vor der Brust kreuzen | Ich fange noch mal von vorne an |
| Nase antippen und auf eine Person zeigen | Genau das, richtig geraten |
Das Klingt-wie-Zeichen ist besonders hilfreich bei Namen und abstrakten Wörtern, die sich kaum direkt zeigen lassen. Ihr spielt ein ähnlich klingendes Wort, das leicht darzustellen ist, und das Team tauscht im Kopf den Anfangsbuchstaben aus. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das Beispiel im nächsten Abschnitt.
So setzt ihr die Zeichen in einer Runde ein
Eine typische Abfolge am Beispiel von Major Tom aus dem Deck Lieder:
- Kategorie: Hand vom Mund wegführen, das Team ruft „Lied!“.
- Wortanzahl: zwei Finger hoch.
- Erstes Wort: einen Finger hoch, dann stramm salutieren wie ein Offizier. Jemand ruft „Major!“, Nase antippen.
- Zweites Wort: zwei Finger hoch. Tom ist als Name kaum darstellbar, also am Ohrläppchen zupfen und mit beiden Händen die spitzen Türme einer Kirche formen. Ruft jemand „Dom!“, heranwinken, bis „Tom!” fällt.
- Notfalls das Ganze: Kommt das Team nicht drauf, großen Kreis mit den Armen und wie ein Astronaut schwerelos durch den Raum schweben.
- Bestätigen: Nase antippen und auf die Person zeigen, die Major Tom ruft.
Bei Filmen wie Lola rennt aus dem Deck Filme reicht oft schon das zweite Wort: auf der Stelle rennen, auf die Uhr schauen, weiterrennen.
Handzeichen üben ohne Stress
- Aufwärmrunde: Spielt fünf Minuten nur Kategorien, ohne Begriff. Einer macht ein Zeichen, alle rufen die Bedeutung.
- Spickzettel: Ein Blatt mit den Zeichen auf den Tisch legen, besonders wenn Oma und Opa oder Kinder mitspielen.
- Geräusche-Runde als Kontrast: Wer zur Abwechslung mit Tönen spielen will, nimmt das Deck Mach das Geräusch. Dort ist Hund bellt oder Frosch quakt ausdrücklich erlaubt.
- Nicht übertreiben: Bei kurzen Begriffen wie Hund oder Eule braucht ihr keine Wortanzahl. Einfach losspielen.
Mehr Strategien, wie ihr als Darsteller und Rater schneller zum Ziel kommt, gibt es in unseren Pantomime Tipps.