Pantomime Teambuilding: Ideen für Büro und Weihnachtsfeier
Pantomime Teambuilding funktioniert, weil das Spiel ohne Material auskommt, Hierarchien für eine halbe Stunde einebnet und genau das trainiert, was im Job zählt: klar kommunizieren und genau hinschauen. Nehmt Begriffe aus dem Büroalltag wie Papierstau oder Du bist auf stumm, teilt die Gruppe in Teams zu vier bis sechs Personen und spielt mit 60 Sekunden pro Begriff.
Warum funktioniert Pantomime Teambuilding so gut?
Viele Kennenlernspiele fühlen sich bemüht an. Pantomime dagegen hat einen eingebauten Grund zum Lachen und ist sofort verstanden. Das bringt es mit:
- Keine Vorbereitung: Zettel, Stift und ein Handy-Timer reichen.
- Alle sind beteiligt: Auch ruhige Kolleginnen und Kollegen raten mit, ohne im Mittelpunkt stehen zu müssen.
- Kommunikation ohne Worte: Wer darstellt, merkt sofort, ob die eigene Botschaft ankommt. Das ist eine kleine, aber spürbare Lektion für jedes Meeting.
- Hierarchien lockern: Wenn die Abteilungsleitung einen Papierstau darstellt, ist das Eis gebrochen.
- Flexibel: Funktioniert als 10-Minuten-Auflockerung im Workshop genauso wie als Programmpunkt bei der Firmenfeier.
So organisiert ihr Pantomime für große Gruppen
- Teams bilden: Vier bis sechs Personen pro Team. Mischt bewusst Abteilungen, damit sich Leute kennenlernen, die sonst wenig miteinander zu tun haben.
- Begriffe vorbereiten: Pro Team etwa 15 Karten. Ihr könnt sie vorher drucken oder online ziehen.
- Zeit festlegen: 60 Sekunden pro Begriff, schwere Begriffe 90 Sekunden.
- Reihum spielen: Jedes Team schickt abwechselnd eine Person nach vorn. Die eigenen Teammitglieder raten.
- Punkte zählen: Ein Punkt pro erratenem Begriff, eine Strichliste auf dem Flipchart genügt.
- Finale: Die zwei besten Teams treten in einer letzten Runde mit den schwersten Begriffen gegeneinander an.
Wie ihr Teams fair zusammenstellt und Punkte zählt, steht ausführlich in unserem Artikel zu Pantomime Punkte und Teams.
Begriffe aus dem Büroalltag
Am meisten wird gelacht, wenn alle die Situation aus eigener Erfahrung kennen. Diese Begriffe stammen aus dem Deck Büroalltag:
| Begriff | Schwierigkeit | Darstellungsidee |
|---|---|---|
| Du bist auf stumm | mittel | Wild in den Bildschirm reden, dann auf den Mund zeigen und gestikulieren |
| Meetingraum buchen | mittel | Auf eine Tür zeigen, Kalender wischen, enttäuscht feststellen, dass er belegt ist |
| Einstempeln | mittel | Eine Karte an ein Gerät halten, auf die Uhr schauen, erleichtert durchgehen |
| Papierstau | schwer | Am Drucker rütteln, Klappen öffnen, ein zerknülltes Blatt herausziehen |
| Tod durch PowerPoint | schwer | Folie um Folie weiterklicken, das Publikum schläft langsam ein |
| Allen-antworten-Katastrophe | schwer | Auf Senden klicken, erstarren, die Hände über den Kopf schlagen |
| Daily Stand-up | schwer | Im Kreis stehen, jeder sagt kurz etwas, ständig auf die Uhr schauen |
| Fester Händedruck | mittel | Jemandem zu kräftig die Hand drücken, das Gegenüber verzieht das Gesicht |
| Weihnachtsfeier im Büro | mittel | Partyhut auf, Wichtelgeschenk auspacken, gezwungen lächeln |
Berufe darstellen: gut für gemischte Teams
Berufe sind eine schöne Brücke zwischen Arbeitswelt und Spiel. Aus dem Deck Berufe:
- Leicht: Arzt, Bauarbeiter, Maler, Fischer, Torwart
- Mittel: Steuerberater, Chirurg, Tierarzt, Schneider, Scrum Master
- Schwer: Diplomat, Honig-Sommelier, Tierpräparator, Maskottchen-Performer
Gerade Scrum Master oder Steuerberater sorgen im Büro für große Lacher, weil sich alle fragen, wie man das überhaupt ohne Worte zeigt. Tipp: Typische Arbeitsmittel darstellen, also Haftnotizen an eine Wand kleben oder Belege in einen Ordner sortieren.
Aufwärmrunde: leichte Begriffe für den Einstieg
Nicht jeder ist sofort bereit, vor dem ganzen Team einen Papierstau zu spielen. Startet deshalb mit einer kurzen Aufwärmrunde, in der jeder einen einfachen Begriff bekommt. Gut geeignet sind Karten aus dem Deck Spiel es vor:
- Im Stau stecken: Hände am Lenkrad, mit den Fingern trommeln, genervt auf die Uhr schauen.
- Sich in einen vollen Bus quetschen: Schultern einziehen, sich seitlich durch eine Menge drücken, an der Stange festhalten. Diesen Begriff kennt jeder Pendler.
- Hektisch Notizen machen: Block auf dem Knie, Stift fliegt über das Papier, immer wieder hochschauen.
- In einer langen Schlange stehen: Auf Zehenspitzen nach vorne spähen, seufzen, einen winzigen Schritt machen.
- Versuchen ein festes Glas zu öffnen: Drehen, Gesicht verziehen, Glas an die Kollegin weiterreichen.
- Telefonieren: Hörer zwischen Schulter und Ohr klemmen und nebenbei tippen.
Nach zwei, drei solchen Begriffen ist die Hemmschwelle weg und die eigentliche Teamrunde kann starten. Wer keine Karten basteln möchte, kann Pantomime kostenlos online spielen und die Begriffe per Laptop auf den Beamer bringen.
Pantomime bei der betrieblichen Weihnachtsfeier
Die Weihnachtsfeier ist der Klassiker für Pantomime im Kollegenkreis. Ein paar Ideen, damit sie gut ankommt:
- Gemischte Kategorien: Eine Runde Büro, eine Runde Weihnachten, eine Runde Berufe.
- Abteilungs-Duell: Vertrieb gegen IT, Buchhaltung gegen Marketing. Das sorgt für freundliche Rivalität.
- Wichtel-Preis: Das Siegerteam darf sich zuerst ein Geschenk vom Wichteltisch aussuchen.
- Umgekehrte Variante: Bei sehr großen Gruppen spielt das ganze Team vor, nur eine Person rät. Das löst Hemmungen, weil niemand allein vorne steht. Mehr dazu unter Umgekehrte Pantomime.
Tipps für Moderatoren und Teamleitungen
- Freiwilligkeit: Niemand muss vorspielen. Wer nicht will, ist Zeitwächter oder Punktezähler.
- Mit gutem Beispiel vorangehen: Wenn die Führungskraft den ersten Begriff spielt, trauen sich alle anderen leichter.
- Keine Witze über Personen: Begriffe drehen sich um Situationen, nie um konkrete Kollegen.
- Kurz halten: Lieber aufhören, wenn es am lustigsten ist, als die Runde auszudehnen.
- Remote-Teams einbinden: Per Videokonferenz klappt Pantomime auch über Standorte hinweg. Wie das genau funktioniert, steht bei Pantomime online mit Freunden.