Pantomime Karten selber machen: Anleitung und Begriffsideen
Pantomime Karten selber machen geht schnell: Festes Papier in Karten im Format DIN A7 schneiden, pro Karte einen Begriff aufschreiben, mit Farben nach Schwierigkeit markieren und in einer Dose sammeln. Für einen Spieleabend reichen 50 bis 80 Karten aus Kategorien wie Tiere, Alltag und Familie. Für kleine Kinder nehmt ihr Bildkarten statt Wörter.
Was braucht man zum Basteln?
Die Materialliste ist kurz, das meiste habt ihr wahrscheinlich schon zu Hause:
- Papier: Fotokarton, festes Zeichenpapier oder fertige Karteikarten im Format DIN A7
- Stifte: Ein schwarzer Filzstift für die Begriffe und drei Farben für die Schwierigkeit
- Schere oder Papierschneider: Für gerade Kanten
- Optional: Laminiergerät oder Laminierfolie, Lochzange, Aufkleber
- Aufbewahrung: Eine Blechdose, eine leere Teeschachtel oder kleine Briefumschläge pro Kategorie
Wer lieber druckt: Legt in einem Textprogramm auf einer DIN-A4-Seite eine Tabelle mit zwei Spalten und vier Zeilen an. So entstehen acht Karten im Format DIN A7 pro Blatt, die ihr nur noch ausschneiden müsst.
Pantomime Karten selber machen: Schritt für Schritt
- Kategorien festlegen: Zum Beispiel Tiere, Alltag, Berufe, Filme, Familie. Fünf Kategorien sind ein guter Start.
- Begriffe sammeln: Pro Kategorie 10 bis 15 Begriffe auf einem Zettel notieren. Dabei bereits leicht, mittel und schwer markieren.
- Karten zuschneiden: Etwa 7,4 mal 10,5 Zentimeter, das entspricht DIN A7.
- Beschriften: Den Begriff groß und gut lesbar in die Mitte schreiben. Unten klein die Kategorie.
- Farbe markieren: Eine Ecke oder einen Rand grün, gelb oder rot ausmalen.
- Punkte notieren: Optional oben rechts 1, 2 oder 3 Punkte, passend zur Schwierigkeit.
- Schützen: Wer die Karten oft nutzt, laminiert sie oder klebt durchsichtiges Klebeband darüber.
- Testen: Spielt eine Proberunde und sortiert Begriffe aus, die niemand darstellen konnte.
Karten nach Schwierigkeit sortieren
Ein Farbsystem macht das Spiel fairer, weil schwere Begriffe mehr Punkte bringen. So könnt ihr es aufbauen:
| Farbe | Schwierigkeit | Punkte | Beispiele |
|---|---|---|---|
| Grün | Leicht | 1 | Hund, Zähne putzen, Luftballon aufblasen |
| Gelb | Mittel | 2 | Pfannkuchen wenden, Flamingo, Patentante |
| Rot | Schwer | 3 | Astronaut im Weltraumspaziergang, Schnabeltier, Urgroßmutter |
Ein bewährter Mix für Erwachsenenrunden: etwa 40 Prozent grün, 40 Prozent gelb, 20 Prozent rot. Für Kinder nehmt ihr fast nur grüne Karten. Tipp: Schreibt bei roten Karten nichts dazu, wie man sie darstellen könnte. Der Reiz liegt gerade darin, selbst eine Lösung zu finden, und oft entstehen dabei die lustigsten Momente des Abends.
Begriffsideen für eure ersten Karten
Damit ihr nicht bei null anfangen müsst, hier Begriffe aus drei Decks, die sich bewährt haben.
Tätigkeiten aus dem Deck Spiel es vor:
- Leicht: Essen, Anziehen, Fenster öffnen, Mit einem Strohhalm trinken, Sich am Rücken kratzen, SMS schreiben
- Mittel: Pizzateig werfen, Vom Sprungbrett springen, Friseur schneidet Haare, Gitarre spielen, Eule dreht den Kopf
- Schwer: Lebendig erscheinen, Auf einer Beerdigung nicht lachen können
Tiere aus dem Deck Tiere:
- Leicht: Löwe, Affe, Pinguin, Kuh, Ente, Storch
- Mittel: Faultier, Flamingo, Igel, Biber, Specht
- Schwer: Schnabeltier, Axolotl, Gürteltier
Personen aus dem Deck Familie:
- Leicht: Mutter, Vater, Bruder, Zwillinge, Großvater, Onkel
- Mittel: Stiefmutter, Halbschwester, Patentante, Schwiegervater
- Schwer: Vorfahre, Nachfahre, Urgroßmutter, Schwiegereltern
Eine große Liste mit weiteren Kategorien wie Filme, Lieder und Berufe findet ihr unter Pantomime Ideen.
Persönliche Karten: der Joker für Familienfeste
Das Schönste an selbst gemachten Karten: Ihr könnt Begriffe aufnehmen, die es in keinem Spiel gibt. Gerade bei Familienfeiern, Geburtstagen oder Hochzeiten sorgen persönliche Karten für die größten Lacher.
- Familienmomente: Opa beim Rasenmähen, Mama sucht den Autoschlüssel, der Familienhund klaut die Wurst
- Urlaubserinnerungen: Der Stau auf dem Weg an die Ostsee, das Zelt im Regen aufbauen
- Insider vom Freundeskreis: Die legendäre Grillparty, der verpasste Zug
Achtet nur darauf, dass sich niemand bloßgestellt fühlt. Lustig ist es, wenn alle mitlachen können, auch die Person, um die es geht.
Bildkarten für kleine Kinder
Für Kinder, die noch nicht lesen können, sind Bildkarten ideal:
- Einfache Motive wählen: Katze, Auto, Ball, Banane, Zahnbürste.
- Bilder selbst malen, aus alten Zeitschriften und Katalogen ausschneiden oder Symbole ausdrucken.
- Auf Karten kleben und den Begriff klein darunter schreiben, damit Erwachsene ihn vorlesen können.
- Zusammen mit den Kindern basteln. Wer seine Karte selbst gemalt hat, spielt sie umso lieber vor.
Aufbewahrung und Spielvarianten
Bewahrt die Karten nach Kategorien getrennt in Briefumschlägen auf und legt alles in eine Dose. So könnt ihr je nach Runde nur bestimmte Kategorien mitnehmen. Ein leeres Marmeladenglas mit gefalteten Zetteln ist eine schöne Alternative für Partys, bei der alle blind ziehen.
Drei Varianten, die mit selbst gemachten Karten besonders gut funktionieren:
- Gegnerkarten: Jedes Team schreibt vor dem Spiel zehn Karten für das andere Team. Das sorgt für knifflige Begriffe und viel Gelächter, wenn das eigene Werk vorgespielt wird.
- Themenabend: Nur Karten einer Kategorie ziehen, etwa ein Tierabend mit den Kindern oder ein Filmabend mit Freunden.
- Wachsender Stapel: Nach jedem Spieleabend schreibt jeder zwei neue Karten dazu. So wird eure Sammlung über die Monate immer größer und persönlicher.
Und wenn ihr einmal keine Zeit zum Basteln habt, könnt ihr Pantomime kostenlos online spielen und Begriffe direkt im Browser ziehen.